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Projekte auf dem Weg
 

Projektsteckbriefe für folgende Vorhaben wurden eingereicht:

Verbandsgemeindeübergreifendes Netzwerk zur regionalen Nahversorgung „Initiative Backesdörfer – Generationentreff“

Der Antrag ist modularer Bestandteil des erfolgreichen Aktionsprogramms der Verbandsgemeinde Wallmerod „Leben im Dorf - Leben mittendrin“. Auf dieser Basis ist nun ein weiteres Projekt ins Leben gerufen worden, eine Kooperation zwischen den Verbandsgemeinden Wallmerod und Westerburg. Die gegenseitige Unterstützung soll zunächst auf den Gebieten Ortskernentwicklung (Grundversorgung) und Tourismus beginnen und später in den Bereichen Wasser, Abwasser und im Feuerwehrwesen fortgesetzt werden. Der demographische Wandel und die veränderte Nachfrage der Bürgerinnen und Bürger nach Gütern und Dienstleistungen fordern eine innovative und zielgerichtete Denkweise bei den „Machern“. So planen z.B. die beiden Verbandsgemeinden eine Versorgung, die jeder Gemeinde nach ihrer Lage und ihren Möglichkeiten gerecht wird.

Gestaltung des Dorfplatzes in Weltersburg

In der Gemeinde Weltersburg (VG Westerburg) wird ein neuer Dorfplatz nach Abriss eines Leerstehenden, alten Hauses so gestaltet, dass sich dort ein generationenübergreifendes, gemeinsames Dorfleben entwickeln kann. Mehrmals parken wöchentlich mobile Dienstleister mit „rollenden Supermärkten“ auf einer extra dafür gekennzeichnet Fläche, um den Bürgern von Weltersburg so die Grundversorgung z.B. mit Backwaren, Metzgereiartikeln und Lebensmittel sicherzustellen. Eine barrierefreie, für Jedermann zugängliche Toilettenanlage und eine Sitzmöglichkeit mit Tisch etc. für die vielen Wanderer in der Region auf den Wanderwegen Wotansweg, Kapellenweg, zum Watzenhahn und zum Westerwalsteig wird dort installiert. Der Generationentreff im Bereich des vorhandenen Bürgerhauses grenzt an den Dorfplatz unmittelbar an.

Umbau von leer stehenden Gebäuden zu

In Bilkheim hat die Ortsgemeinde ein altes baufälliges Haus und eine dazugehörige Grundstückfläche im Dorfmittelpunkt in unmittelbarer Nähe des alten Backes erworben. In Elbingen möchte die Gemeinde das Leerstehende Feuerwehrgeräteshaus umbauen. Beide Gemeinden haben das Ziel durch die Einrichtungen die Sicherstellung der Grundversorgung mit Handels- und Dienstleistungsprodukten, die Schaffung von generationenübergreifenden Treffpunkten und die Einbeziehung der touristischen Infrastruktur umsetzen zu können. Es handelt sich um ein integriertes Vorhaben, das den Zielen der Darseinsvorsorge und dem Tourismus gleichermaßen dient.

Kleine Fromagerie – Privates Projekt

Die Kleine Fromagerie in Oberrod ist aus Liebe zur Käseherstellung und Milchziegenhaltung zum Westerwald Regionalprojekt „Kräuterwind“ gestoßen. Anfänglich knapp 20 Milchziegen produzierten wertvolle Ziegenmilch in einem Gehege in Ortsnähe von Oberrod im Hohen Westerwald. Frau Claudia Schäfer-Trumm hat sich und Ihre innovativen Ideen von Beginn an aktiv ins Projekt eingebracht. Neben der Weiterentwicklung kreativer Käsesorten konnte das Angebot rund um die kleine Fromagerie um „Genussabende“ in Nähe der Käseproduktion ausgeweitet werden. Aus touristischer Sicht ist hier ein Baustein geschaffen worden, der im Westerwald so noch nicht im Angebot ist. Der konsequente Ausbau mit Erweiterung des Ziegenbestandes auf nunmehr schon 40 Milchziegen, der Ausbau eines Verkostungsraumes im passendem Baustil sind die richtigen Schritte in Richtung regionaler Gesamtvermarktung dieses Bausteines für den Tourismus im Westerwald. Die Qualität der Produkte mit den Angeboten und die Außendarstellung im Aufbau der Regionalmarke Kräuterwind führten zu immer mehr Aufmerksamkeit in den Medien. Die Produkte, „Bio Ziegenmilchkäse“ in vielen Variationen schafften die Aufnahme in den Käse Guide Deutschland der Zeitschrift „Feinschmecker“. Damit gehört die Kleine Fromagerie im Westerwald zu den 400 besten Käseadressen Der Bau des neuen, an Biostandards orientierten Ziegenstalls mit Melkanlage, Futterlager und Maschinenhalle dient der wirtschaftlichen Stabilisierung des eingeführten Betriebs und trägt der ständig gestiegenen Nachfrage nach den handwerklich gefertigten Produkten Rechnung. Der Betrieb hat den Charakter eines landwirtschaftlichen Nebenerwerbs, weil er neben der angestrebten Zahl von ca. 100 Milchziegen auch wesentliche Teile der Futtergrundlage auf eigenem oder gepachtetem Gelände selbst erzeugt. Das Projekt entspricht sowohl den Zielen des Dorferneuerungskonzeptes als auch den Maßnahmenbereichen mehrer Handlungsfelder der Entwicklungskonzeption der LAG Westerwald. Es trägt mit dazu bei, folgende Zielsetzungen der Dorferneuerung vorrangig zu verwirklichen: Leitbilder zur langfristigen, nachhaltigen und zukunftsbeständigen Entwicklung des Dorfes und Perspektiven für öffentliche und private Investitionen aufzubauen. Das Dorf als eigenständigen Wohn-, Arbeits-, Sozial- und Kulturraum zu erhalten und weiterzuentwickeln. Den individuellen Charakter des Dorfes mit seinem Ortsbild zu erhalten. Örtliche Werte und Traditionen weiterzuentwickeln, kulturelle und wirtschaftliche Impulse auszulösen. Landwirtschaftliche Vermarktungsstrukturen zu unterstützen. Ein tragfähiges Infrastrukturangebot, besonders im Bereich der privaten Grundversorgung zu sichern und ggf. wiederherzustellen. Den örtlichen Handwerks- und Dienstleistungsbetrieben zukunftsweisende Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten im Rahmen des Dorferneuerungsprozesses aufzuzeigen. Das Projekt findet sind in den Handlungsfeldern, Förderung nachhaltig wirtschaftender landwirtschaftlicher Betriebe, nachhaltige Ortsentwicklung, Etablierung regionaler Wertschöpfungsketten und Inwertsetzung der Potenziale im Geo-, Natur-, Kultur- und Wandertourismus wieder.

Klosterruine Seligenstadt bei Seck im Westerwaldkreis


Die Töpferregion "Kannenbäckerland" im südwestlichen Westerwald erhielt diese Bezeichnung schon im späten 18. Jahrhundert. Der Name rührt von den Haupterzeugnissen dieser Gegend her, den Kannen und Krügen aus weißem, grau-blauen oder braunen, salzglasierten Steinzeug. Die Grenzen des Kannenbäckerlandes waren stets fließend, da die Steinzeugtöpferei oder "Kannenbäckerei" im Verlaufe der Jahrhunderte nicht in allen Orten kontinuierlich ausgeübt wurde. Die Hauptorte der Tonindustrie entwickelten sich von den Hauptabbaugebieten bei Wirges hinunter zum Rhein. In Wirges wurde gefördert, in den westlichen Gemarkungen Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach verarbeitet und am Rhein bei Bendorf und Vallendar gelagert und in die Absatzmärkte transportiert. Weitere bekannte Orte im Kannenbäckerland, sind Bannberscheid, Ebernhahn, Hillscheid, Hilgert, Hundsdorf, Leuterod, Mogendorf, Moschheim, Nordhofen, Ötzingen, Quirnbach, Selters, Sessenbach, Siershahn und Staudt. Das Industriegelände ist schon jetzt ein wichtigster Bestandteil der Erlebnislandschaft „Ton und Keramik“ im Kannenbäckerland. Es ist ein Teil des Ensembles „Geopark Westerwald“. Die konzeptionelle Einbindung und Vernetzung des Projektes mit dem Wander- und Wegenetz, die Anlegung eines Themenweges und einer Erlebnisstation etc. werden von Seiten der LAG Westerwald ausdrücklich besonders begrüßt.

Erlebnislandschaft Ton und Keramik in der Verbandsgemeinde Wirges

Töpfern im WesterwaldDie Töpferregion "Kannenbäckerland" im südwestlichen Westerwald erhielt diese Bezeichnung schon im späten 18. Jahrhundert. Der Name rührt von den Haupterzeugnissen dieser Gegend her, den Kannen und Krügen aus weißem, grau-blauen oder braunen, salzglasierten Steinzeug. Die Grenzen des Kannenbäckerlandes waren stets fließend, da die Steinzeugtöpferei oder "Kannenbäckerei" im Verlaufe der Jahrhunderte nicht in allen Orten kontinuierlich ausgeübt wurde. Die Hauptorte der Tonindustrie entwickelten sich von den Hauptabbaugebieten bei Wirges hinunter zum Rhein. In Wirges wurde gefördert, in den westlichen Gemarkungen Höhr-Grenzhausen und Ransbach-Baumbach verarbeitet und am Rhein bei Bendorf und Vallendar gelagert und in die Absatzmärkte transportiert. Weitere bekannte Orte im Kannenbäckerland, sind Bannberscheid, Ebernhahn, Hillscheid, Hilgert, Hundsdorf, Leuterod, Mogendorf, Moschheim, Nordhofen, Ötzingen, Quirnbach, Selters, Sessenbach, Siershahn und Staudt. Das Industriegelände ist schon jetzt ein wichtigster Bestandteil der Erlebnislandschaft „Ton und Keramik“ im Kannenbäckerland. Es ist ein Teil des Ensembles „Geopark Westerwald“. Die konzeptionelle Einbindung und Vernetzung des Projektes mit dem Wander- und Wegenetz, die Anlegung eines Themenweges und einer Erlebnisstation etc. werden von Seiten der LAG Westerwald ausdrücklich besonders begrüßt.

 Bergbauerlebniszentrum „Eisenerzgrube Bindweide“

Die Grube Bindweide ist das bedeutendste Besucherbergwerk im Westerwald. In dem beiliegenden Vorkonzept mit dem Titel "Bergbau - Erlebniszentrum Grube Bindweide" wird dem Standort ein hohes touristisches Potenzial für die gesamte Region zugesprochen. Die Modernisierung und Neugestaltung des Bergwerks mit seinen Besuchergebäuden soll die Attraktivität deutlich verbessern und somit einen neuen "Touristischer Leuchtturm" in der Region erzeugen. Gleichzeitig soll die Bergbautradition dauerhaft erhalten und fortgeführt werden und somit die regionale Identität in der Bevölkerung stärken. Durch die Modernisierung der Gesamtanlage als Bergbau - Erlebniszentrum soll wieder ein zeitgemäßes touristisches Angebot präsentiert werden. Hierbei sollen die Inhalte mit dem bestehenden Angebot des Geoparks Westerwald abgestimmt und verknüpft werden, so dass sich das Besucherbergwerk in ein gesamtheitliches Konzept eingliedert. Hierdurch entsteht zudem ein neues qualifiziertes Bildungsangebot im Bereich regionale Identitätsbildung beispielsweise für Schulklassen. Weitere Zielgruppen sollen durch besondere Angebote angesprochen werden, beispielsweise Wanderer auf dem unmittelbar an der Grube Bindweide vorbeiführenden Qualitätswanderweg Druidensteig.

 Thermische Nutzung von Grubenwasser zur Beheizung von Gebäuden im Schaubergwerk

Als Einstiegspunkt für die Befahrung der Untertageanlagen wurde 1983 ein Besucherzentrum in Steinebach gebaut. Dieses zu Teil als Bergbau-Erlebniszentrum genutzte Gebäude wird derzeit über eine Heizungsanlage mit Flüssiggastank beheizt. Der heutige Eingangsstollen zur Grube Bindweide ist gleichzeitig ein Wasserlösungsstollen, aus dem permanent ca. 10-12°C warmes Wasser aus dem Berg läuft. Durch den Einbau einer Wärmepumpe soll dem Wasser Wärme entzogen und zur Heizung des Besucherzentrums genutzt werden. Gleichzeitig soll die Wärmedämmung Isolierungen des Gebäudes im Bereich der historischen Fenster verbessert werden und somit der insgesamte Energiebedarf reduziert werden. Arbeitsplan: Voruntersuchung bestehend aus: - Kartierung und Messungen der Grube (Temperatur, hydrochemische Beschaffenheit der Wässer), - Messung und Auswertung des Potential - Driftversuch zur Kontrolle der Durchgängigkeit der Rösche - weitere Abflussmessungen durch Verbandsgemeinde - Abschätzung der Machbarkeit/Wirtschaftlichkeit Umbau der Heizungsanlage mit Einbringen eines Wärmetauschers in die Rösche. Verbesserung des Wärmeschutzes der historischen Grubenfenster.

 

 

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