LEADER PLUS


„Leben im Westerwald – natürlich mit Zukunft !“

 

LAG „Westerwald“

 

 

Montabaur, März 2008

Für die EU-Förderperiode 2007 - 2013 hat die EU ihre Politik für den Ländlichen Raum reformiert. Neben der Kohäsionspolitik soll insbesondere die 2. Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) die Entwicklung der Land- und Forstwirtschaft sowie ländlicher Räume unterstützen. Für die 2. Säule der GAP wird der Europäische Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des Ländlichen Raums (ELER) neu eingerichtet. Die Mittel des ELER sollen in Abstimmung mit den Maßnahmen der Europäischen Strukturfonds (EFRE, ESF, EFF ) und unter Beachtung europäischer Zielsetzungen folgende Ziele unterstützen.

 

Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit der Landwirtschaft und der Forstwirtschaft durch Förderung der Umstrukturierung, der Entwicklung und der Innovation

Verbesserung der Umwelt und der Landschaft durch Förderung der Landbewirtschaftung

Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum und Förderung der Diversifizierung der Wirtschaft

Die Förderung wird in einem dreistufigen Planungsansatz (Europäische Leitlinien, nationaler Strategieplan, Programm) umgesetzt. Die Förderung soll neben der Umstrukturierung der Land- und Forstwirtschaft einen Beitrag zur Diversifizierung und Innovation ländlicher Räume („Lissabon-Ziele“) leisten.

Rheinland-Pfalz beabsichtigt, die ELER-Förderung mit seinem Programm „Agrarwirtschaft, Umweltmaßnahmen, Landentwicklung“ (PAUL) umzusetzen. Das Programm PAUL verfolgt einen integrierten Gesamtentwicklungsansatz und soll partnerschaftlich mit den Betroffenen vor Ort umgesetzt werden.

Nach dem aktuellen Stand kann Rheinland-Pfalz in der Förderperiode 2007-2013 einschließlich der Mittel der obligatorischen Modulation mit etwa rund 245 Mio. € in laufenden Preisen an ELER-Mitteln rechnen. Hinzu kommen in gleicher Höhe nationale Mittel.

Programmschwerpunkte:

Schwerpunkt 1: Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit der Land- und Forstwirtschaft

Schwerpunkt 2: Verbesserung der Umwelt und der Landschaft

Schwerpunkt 3: Lebensqualität im ländlichen Raum und Diversifizierung der ländlichen Wirtschaft

Schwerpunkt 4: Leader-Konzept

Ziele für das LEADER-Gebiet Westerwald waren u.a.:

Wir erhalten unsere natürlichen Lebensgrundlagen und unsere vielfältige und attraktive Kulturlandschaft Westerwald durch umweltschonende, nachhaltige Landnutzung.

Wir entwickeln unsere vitale ländliche Siedlungsstruktur mit hoher Lebensqualität und ausgeprägter regionaler Identität der Bevölkerung weiter.

 

Wir stärken unsere regionale Wirtschaftskraft durch Inwertsetzung der kulturlandschaftlichen Potenziale und durch gezielte Schaffung von ländlichen Einkommensalternativen.

Wir arbeiten gemeinsam mit vernetzten Aktionen an der integrierten, nachhaltigen Entwicklung unserer Region.

Die im Jahr 2002 gebildete LAG Westerwald hatte sich zum Ende der LEADER+-Förderperiode 2000 bis 2006 für eine Fortführung ihrer Tätigkeiten und für eine Teilnahme am Wettbewerb zur Auswahl der LEADER-Regionen der Förderperiode 2007 bis 2013 entschieden. Ausgehend von den Erfahrungen aus der vergangenen Förderperiode hat sie eine deutliche räumliche Ausdehnung der LAG-Region und eine personelle Verbreiterung der Lokalen Aktionsgruppe beschlossen. Hierdurch soll die Umsetzbarkeit und regionale Effektivität von integrierten und nachhaltigen Entwicklungsprojekten erhöht werden, und die LAG soll im Sinne des Bottom-up-Ansatzes als kreative und den gesamten Querschnitt der Bevölkerung repräsentierende Steuerungs- und Lenkungsgruppe der regionalen Entwicklung verstärkt werden.

Am 10. Dezember 2007 wurde aufgrund der Kurzbewerbung im Juni 2007 die  LAG als die einzige rechtsrheinische Gruppe in Rheinland-Pfalz von insgesamt 12 LEADER-Fördergebieten im Sinne des „Wettbewerbs zur Auswahl lokaler Aktionsgruppen für den Schwerpunkt 4 (LEADER-Konzept) des Entwicklungsprogramms PAUL“ anerkannt.

Die Lokale Aktionsgruppe Westerwald hat sich entsprechend dieser Zielsetzungen in ihrer neuen personellen und organisatorischen Zusammensetzung in einer Sitzung am 11. Januar 2008 in Montabaur konstituiert.
Die LAG hat in dieser Sitzung der erweiterten Gebietskulisse, der regionalen Partnerschaft und dem zu erwartenden erhöhten Aufwand des Regionalmanagements dadurch Rechnung getragen, dass die Geschäftsführung nunmehr von drei Personen (Herr Arno Schürg, Herr Jürgen Braun und Herr Martin Schäfer) arbeitsteilig wahrgenommen wird.

An der zukünftig insgesamt 25 Personen umfassenden Entscheidungsebene sind zehn Verwaltungsangehörige (Kreisverwaltung Montabaur und Verbandsgemeinden). Die Wirtschafts- und Sozialpartner sowie die Verbände sind mit 15 Personen als Vertreter eines breiten Spektrums von Landwirtschaft, Landfrauen, Handwerk, Tourismus, Kultur, Naturschutz, Jugend, Kirche, Bildung und Soziales vertreten.
Ihr Anteil an der Entscheidungsebene beträgt somit 64 %.

Foto : Sitzung der LAG Westerwald am 4.03.2008

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